Familienbeihilfe

Diese Beihilfe soll es den Eltern erleichtern, der Unterhaltspflicht für ihre Kinder nachzukommen. Der Anspruch auf Familienbeihilfe besteht unabhängig von dem Einkommen deiner Eltern. Die aufrechte Berufsausbildung ist eine der Voraussetzungen um Familienbeihilfe beziehen zu können.

Die Familienbeihilfe wird grundsätzlich bis zum vollendeten 24. Lebensjahr gewährt, bei Ableistung des Zivil- oder Präsenzdienstes sowie eines freiwilligen sozialen Jahres, bei Schwangerschaft vor dem 24. Lebensjahr oder bei einer erheblichen Behinderung auch bis zum vollendeten 25. Lebensjahr.

Beantragen kannst du sie beim Wohnsitzfinanzamt deiner Eltern oder beim eigenen Wohnsitzfinanzamt, wenn du überwiegend für deine Unterhaltskosten aufkommst.

Höhe der Familienbeihilfe

Die Höhe der Familienbeihilfe richtet sich nach der Anzahl der Kinder. Für jedes Kind ab dem 19. Lebensjahr werden € 152,70 ausbezahlt. Zusätzlich erhält das zweite Kind eine Erhöhrung um € 12,80, das dritte Kind um € 35,- und jedes weitere Kind um € 50,-. Außerdem fällt für jedes Kind ein Kinderabsetzbetrag von € 58,40 an. Wenn du die Familienbeihilfe selbst beziehen möchtest, beläuft sie sich auf einheitliche € 152,70.

Ab dem 1.Juli 2014 wird die Höhe der Familienbeihilfe etappenweise angehoben.

Anspruchsdauer

Grundsätzlich beträgt die Anspruchsdauer für die Familienbeihilfe im Bachelorstudium acht Semester (Mindeststudienzeit plus zwei Toleranzsemester). Bei Master- und Doktoratstudien ist die Zuerkennung des zweiten Toleranzsemesters jedoch umstritten. Die Anspruchsdauer kann jedoch verlängert werden, nähre Informationen dazu findest du auf der ÖH WU Homepage.

Das Bachelor-, Master- und Doktoratstudium ist in keine Studienabschnitte unterteilt (§ 51 UG 2002)!

Leistungsnachweis

Zu Beginn des Studiums musst du lediglich ein Studienblatt und eine Fortsetzungsbestätigung dem Finanzamt überreichen.

Nach den ersten zwei bzw, drei Semestern (abhängig davon, wann du dein Studium begonnen hast) musst du jedoch einen Erfolgsnachweis vorlegen.

Bei Studienbeginn im Wintersemester musst du positive Prüfungen im Umfang von 16 ECTS bis zum 30. November vorlegen. Bei Studienbeginn im Sommersemester sind 24 ECTS bis 30. November dem Finanzamt vorzulegen. Falls du es nicht schaffen solltest den Mindeststudienerfolg rechtzeitig zu erbringen, verfällt die bisher erbrachte Studienleistung und du musst erneut 16 ECTS bis zum 30. November des folgen Studienjahres erbringen. Bis zum Nachweis dieses Studienerfolgs wird keine Familienbeihilfe ausbezahlt, schaffst du es jedoch den notwendigen Studienerfolg früher zu erbringen, kann die Familienbeihilfe wieder bezogen werden.

Während der restlich Bezugsdauer musst du eine Mindeststudienaktivität nachweisen. Das bedeutet, dass du zumindest zu Prüfungen antreten musst, auch wenn diese negativ beurteilt werden sollten.

Zuverdienstgrenze

Die Zuverdienstgrenze beträgt derzeit € 10.000,- pro Kalenderjahr. Das heißt du darfst pro Jahr nicht mehr als € 10.000,- Brutto (minus Urlaubszuschuss, Weihnachtsrenumeration, Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung, Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Arbeiterkammerumlage, Pendlerpauschale und Wohnbauförderungsbeitrag) dazuverdienen. Dabei ist die Art der Tätigkeit absolut egal. Lehrlingsentschädigung, Waisenpensionen und einkommensteuerfreie Bezüge (z.B. Studienbeihilfe) werden nicht zum Einkommen hinzugerechnet.  Seit inklusive dem Kalenderjahr 2013 muss nur noch der die € 10.000 übersteigende Betrag des Jahreseinkommens zurückbezahlt werden!

Wann kann es zu einer Rückforderung kommen?

* Bei Nebeneinkünften von mehr als € 10.000,- pro Kalenderjahr

* Wenn im Bezugszeitraum überhaupt keine Studienaktivität (Prüfungsantritte, Lehrveranstaltungsbesuche, etc.) nachgewiesen werden kann

* Bei Weiterbezug von Familienbeihilfe, obwohl man nicht mehr zum Studium zugelassen ist

Zusätzlich kann bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit bei zu Unrecht bezogener Familienbeihilfe eine Geldstrafe von bis zu € 360,- verhängt werden!

Der Antrag

Die erforderlichen Antragsformulare findest du auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen unter http://www.bmf.gv.at zum Download (Bereich Formulare – Beih1). Weitere Details zum Nachlesen findest du im Familienlastenausgleichsgesetz (FLAG).

Unterlagen für die Beantragung:

* Ausgefülltes Formular „Antrag auf Gewährung der Familienbeihilfe“

* Studienblatt, Fortsetzungsbestätigung

* unter Umständen das Formular „Antrag auf erhöhte Familienbeihilfe“

* Zusätzlich für Selbstbezieher: eine Bestätigung deiner Eltern, dass sie nicht überwiegend für deinen Unterhalt aufkommen

Nähere Informationen zur Familienbeihilfe gibt es in der ÖH WU Sozialbroschüre bzw. auf der ÖH WU Homepage.